Posts mit dem Label Internet werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Internet werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 15. Juli 2012

History of German meme: der Schlecker Opa

Endlich, ein intensives Semester inklusive Klausuren ist geschafft – wieder etwas Zeit für ein paar Zeilen zum aktuellen Treiben; Bacheloretten-Operette & Religions-Beschneidungszwecke.

Schlecker Opa Horst Thiele

Zuvorderst aber widmen wir uns der Auflockerung wegen dem neuen Internetphänomen („meme“) des Schlecker Opas; seit einigen Wochen geistert nun schon der durch einen regionalen Fernsehsender beim Räumungskauf von Schlecker zufällig entdeckte Urpreuße Horst Thiele durch das Netz. Unbestritten löst er damit den längst legendär gewordenen Andreas Halt Stop nach über einem Jahr als neuer „German meme“ ab:

Nun aber das Video des einzigartigen Horst Thiele und der ebenso einzigartig trockenen Kommentierung des Off-Sprechers:

Nach dem durchschlagenden Erfolg bei den Zuschauern fuhr das SKB-TV-Team erneut zum Rentnerehepaar Thiele und besuchte das regelrechte Warenlager im Keller und der Wohnung; Toilettenpapier scheint lange nicht das einzig Gehortete der sympathischen DDRlinge zu sein...

Mittwoch, 28. März 2012

Bild.de klaut (auch von BILDblog)

Was für ein Zufall aber auch: da verlinkt der ehrenswerte BILDblog beiläufig auf wochenalte LEGO-Figuren, die bekannten TV-Serien nachempfunden wurden. Und keine 30 Stunden später erscheint ein entsprechender Artikel kurz nach Mitternacht bei "Bild.de" mit Klickstrecke. Der Ideenklau Die Inspirationsquelle ist offensichtlich, aber nicht weiter tragisch - ist es doch symptomatisch für die Online-Branche.

Tragisch dagegen ist das Unterschlagen des Urhebers: die Agentur "Jung von Matt" wird weder namentlich genannt, noch erfolgt eine Verlinkung auf die Bildquelle. Als Fotonachweis steht zwar der Kampagnen-Auftraggeber "Foto: LEGO", doch der eigentliche Schöpfer wird mit keiner Silbe erwähnt - es könnte ja die billigen Recherche-Methoden von "Bild" aufdecken.

Auch wenn es kein zwingend juristischer Fehltritt ist, so doch unbestritten ein moralischer. Und hinzu kommt der fade Beigeschmack, beim Feind gespickt zu haben.

PS: andere Medien erwähnen die Agentur selbstredend

Screenshot als Beleg:

Freitag, 23. März 2012

Filmriss.tk down, Alternative: filmrisss.blogspot.de

An dieser Stelle kann ich nur davor warnen auf das Lockangebot vom Anbieter für kostenlose .tk-Domains (dot.tk) hereinzufallen - denn outet sich eine .TK-Domain als gut besucht, so wird sie wie in meinem Fall einfach "einkassiert" und erst gegen eine Jahresgebühr von 10 Dollar freigeschaltet. Das ist es mir nicht wert - ich verdiene mit diesem Blog keinen Cent, betreibe ihn aus experimenteller Freude am Schreiben und "dem-Internet-verstehen". Das ist natürlich für die Stammleserschaft umso ärgerlicher, weil diese bei der Anwahl von "Filmriss.tk" auf eine geparkte Werbeseite gelangt, die für den Laien auf den ersten Blick als solche kaum zu erkennen ist - erst ein besorgter Leser wies mich per Mail hierauf hin.

Die einzig gültige Url für diesen Blog ist also die bekannte blogspot-Adresse mit wohlgemerkt 3 "s":
http://filmrisss.blogspot.de/

Das Ziel für dieses Jahr ist die Viertelmillion 150.000 unique(?)-Usermarke zu knacken - der Zähler ist offiziell von blogspot eingebettet, ist daher nicht manipulierbar und zählt wie üblich die IP-Adressen, nicht die Klicks oder Visits wie man annehmen könnte.

UPDATE:
www.Filmriss.tk ist jetzt wieder normal erreichbar, fragt sich nur für wie lange...

UPDATE #2:
Seit einiger Zeit scheint der ehemalige Unique-Counter zu einem bloßen Aufrufcounter mutiert zu sein - blogspot wird auch immer schlechter...

Mittwoch, 21. März 2012

Andreas Halt Stop als Werbeträger

Nun ist es also bald ein Jahr her, als die Ausstrahlung der wohl berühmtesten Frauentauschfolge ever einen nie dagewesenen Personenkult um den Protagonisten "Andreas Halt Stop" hervorrief. Mittlerweile wird sein berühmter Ausspruch "Halt Stop" sogar für seriöse Anliegen benutzt, wie neulich auf einer anti-ACTA-Demo:

"HALT STOP DAS INTERNET BLEIBT SO WIE ES IST!"


 UPDATE 2014: Andreas Halt Stop Rap-Lied!
Der berliner Rapper "Bass Sultan Hengzt" hat in seinem neuen Album "endlich erwachsen" zusammen mit Sido einen kompletten Rapsong mit Zitaten von Andreas ausgeschmückt - ich habe mich be..ömmelt vor lachen! Hört selbst:


Freitag, 24. Februar 2012

Seatwave Erfahrung: unseriös!

Wer auf der Onlinesuche nach Tickets auf den uminösen Anbieter "Seatwave" stößt und erwägt, dort einzkaufen, sei hiermit ausdrücklich gewarnt - das betrifft vor allem die Leute, die nach "Seatwave Erfahrungen", "Seatwave seriös" oder gleich "Seatwave Abzocke" googeln. Sie werden dabei auf zahlreiche Geschädigte stoßen, die zu völlig überhöhten Preisen oder schlicht gar keine Tickets bekamen. Folgend ein Erfahrungsbericht über Seatwave:

Seatwave Erfahrungsbericht: Bewertung mangelhaft

Meine Frau suchte im Oktober letztes Jahr per Google nach Eintrittskarten für das Fußballspiel Hertha BSC Berlin gegen Borussia Dortmund am 18. Februar diesjahr und stieß dabei auf den Online-Ticketanbieter "Seatwave". Nichtsahnend wurden zwei Stück für je 64 Euro bestellt und (unwiderruflich wie sich heraus stellen sollte) bezahlt:

Seatwave Rechnung
Als dann eine Woche vor Spielbeginn immer noch keine Tickets hier waren und auch E-Mails nicht beantwortet wurden, nahm ich mich der Sache an - während meine Gattin ihrem Nähhobby mit irgendwelche Schnittmustern von hier und anderswo zusammensuchte -.-  - und stellte schon nach wenigen Sekunden Recherche fest: viele Verbraucher fühlen sich von Seatwave  abgezockt! Bevor dann gar keine Tickets ankommen und die ganze Vorfreude auf das Spiel dahin ist, bestellten wir beim seriösen Händler eventim neu und stornierten bei Seatwave. Einen Tag später kamen dann ohne einmal auf E-Mails reagiert zu haben plötzlich die Seatwave-Tickets und ich staunte nicht schlecht:



Beschwerdemail und die "Antwort"

Was bitte ist das anderes als Abzocke?! Die Gebühren und Portokosten sind ja noch gerade so hinzunehmen, aber einen fast drei mal so teuren Ticketpreis wie das Original auszuschreiben, ist schlichtweg skandalös und unhinnehmbar. Offenbar hat man die Tickets günstig bei eventim eingekauft und selber vielfach überteuert weiterverkauft. Sofort schrieb ich Seatwave:
Guten Tag,

heute kamen die Tickets an. Gekauft hatte ich 2 Tickets für je 64 Euro (zzgl. Gebühren). Angekommen sind 2 Tickets für je 26 Euro (siehe Anhang).

Bitte erstatten Sie mir die Differenzsumme zzgl. Bearbeitungsgebühren für die Aufwendung meiner Zeit für Ihre Unzulänglichkeiten in Höhe von 22,84 Euro.

MfG

Darauf wurde mein Fall mit folgender Antwortmail "geschlossen":
Sehr geehrte...

Vielen Dank für Ihre Email.

Der Grund für diesen Preisunterschied ist, dass wir ein
Sekundärmarkt sind. Wir sind nicht der Besitzer der angebotenen Tickets, sondern bieten eine
Plattform für Käufer und Verkäufer von Tickets. Der
Preis auf dem Ticket ist der Originalpreis- der Preis, der von Veranstalter
gegeben wird. Allein die Verkäufer bestimmen den Preis bei
Seatwave. Verkäufer können alle Tickets zu jedem Preis listen, den sie
möchten. Wir informieren die Verkäufer über aktuelle Marktpreise und empfehlen
ihnen ihre Tickets entsprechend anzupassen. Wir informieren die Käufer über den
Nominalwert auch - der Nominalwert ist in jedem Angebot angegeben.

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ich hatte und habe auch heute keinen klar ersichtlichen "Nominalpreis" an den Tickets entdecken können. Hätte man mal lieber gleich nach "Seatwave Betrug" gegoogelt und die vielen negativen Erfahrungsberichte gelesen - hoffentlich hilft dieser Beitrag dem ein oder anderen weiter und bestellt so EBEN NICHT bei Seatwave.

UPDATE
Tja liebe Online-Ticket-Firma "Seatwave", das ist wohl instant-Karma: dieser Artikel erscheint auf der ersten Googleseite bei entsprechender Suche und wird weit mehr zahlungskräftige Ticketkäufer durch diese Bewertung zurecht verschrecken, als ihr mit einem fairen, angemessen Umgang dem Kunden, wie mir, gegenüber an Geld "verloren" hättet - hoffentlich überlebt dieses Abzockgeschäftsmodell nicht lange.

LEUTE, KAUFT NICHT BEI SEATWAVE!

UPDATE, Antwort auf "Anonym" vom 24.7.2013:
Deine Argumentationslogik zielt in Richtung Abzock-Download-Seiten, bei denen ja auch auf der Seite versteckt "zu erkennen" ist, um was es sich wirklich handelt. Dummheit als Ausrede für das Ausnutzen anderer Leute gutmütige Logik (= ich kaufe Tickets für den normal zu erwartenden Ticketpreis, nicht für das dreifache, da eine normale Transaktion vorausgesetzt wird -.-) herbeizufantasieren spricht eher für ein misanthropisches Weltbild, wonach Geschädigte stets "selbst Schuld" wären. Meine Lesefähigkeit zu bezweifeln sollte überdies allein mein Duktus widerlegen. Eher ist die Ihrige zu bezweifeln, da aus dem Seatwave-Erfahrungsbericht klar hervorgeht, dass der Ticketkauf von meiner Frau vorgenommen wurde. Als "unseriös" ist die Firma Seatwave allemal zu bezeichnen und von einer Nutzung klar abzuraten - dem pflichten Sie sogar bei.

Montag, 13. Februar 2012

Der SEO-Fluch

Search Engine Optimation, Deutsch: Suchmaschinenoptimierung, ist im Google-Zeitalter der gedankliche Leitfaden für alle Internetseiten -  ihr Überleben hängt wesentlich von dem Erscheinen auf der ersten Google-Suchseite ab, weiter klickt kaum ein User. Jeder Webmaster ist also bestrebt, seine Seite suchmaschinengerecht zu optimieren - SEO* eben. Doch darunter leidet zwangsweise immer die Qualität des Inhalts, sodass der SEO-Wahn des Internets in der Tendenz zur Hervorbringung minderqualitativer Texte führt; und zwar aus folgendem Grund: eine optimale SEO-Ausrichtung des Inhalts stört den Denkfluß des Autors und legt relevante Keywords automatisch zwischen die Zeilen. Ein Gedicht beispielsweise könnte ohne aufwendige SEO-Beschreibung nicht ohne Weiteres in die Top-Rankings gelangen. Ebenso undenkbar sind SEO-optimierte wissenschaftliche Arbeiten.oder wertvolle Inhalte ahnungsloser .de.vu-Domains. Aber auch das Gegenteil kann der Fall sein: heutzutage sind selbst schon Erpresser mit gezieltem "anti-SEO" unterwegs, die bei Nichtzahlung für schlechtes Google-Ranking sorgen.

Es ist also nicht der qualitativ Beste bei Google vorne, sondern der fleißigere SEO'ler. Recht fragwürdige Entwicklung!

* um mal den Stellenwert zu verdeutlichen: eine dauerhafte Verlinkung dieses Kürzels mit der Domain einer SEO-Agentur wäre über 100 Euro wert.

Freitag, 3. Februar 2012

Guttenberg kriegt Torte ins Gesicht

Das ist ja das geile am Internet: durch die verschiedensten Quellen, Blogs und Portale sind mittlerweile wir Blogger oft die ersten, die über etwas berichten. Das Video (s.u.) ist derzeit keine 400 mal angeschaut worden, wird aber - sofern kein Fake - im Laufe des heutigen Tages auf allen Newsportalen kursieren und in die Tausende gehen.

Was ist mit KT passiert?
Eine Splittergruppierung der "Internationalen Hedonisten" namens "Digitale Konditoren" hat offenbar Kunde über den Aufenthalsort des Kopiergeräts der Marke "Karl Theodor zu Guttenberg" erhalten; nämlich ein (scheinbar) öffentliches Lokal in Berlin. Leider ist die Qualität des Videos bescheiden, aber man sieht doch recht deutlich, wie ein wohl als Servicekraft getarnter "Attentäter" aus heiterem Himmel eine Tiefkühltorte in das Gesicht KTs klatscht :D Sie haben ihn also nach eigener Aussage getortet (die Gründe werden zwar aufgeführt, erschließen sich aber jedem von selbst).

EINE SUPER AKTION! KEINE STIMME DEM KONSERVATIVEN LAGER!

Hier das Guttenberg-Torten-Video:

Nachtrag
Der Berliner Pirat Stephan Urbach traf sich zu dieser Zeit auf Einladung Guttenbergs in einem Friedrichshainer Cafe mit ihm zum "Netz-Talk". Jedenfalls tauchte KT wohl ohne Bodyguards auf, reagierte aber recht locker auf die "Attacke". Was bliebe ihm nach seiner Vorgeschichte auch anderes übrig....

UPDATE 2
Sehr mysteriös, wie die großen Newsportale den Vorfall ausblenden. Reife, Erhabenheit und Respekt geht unbestritten anders, nur hats der Kopierleugner irgendwo verdient - bis heute zu behaupten, die gefühlten 90% abgeschriebenen Stellen aus seiner Doktorarbeit wären ausversehen und niemals in betrügerischer Absicht entstanden ist die pure Volksverarsche. Andererseits spaltet sich das Netz in zwei Lager, wie den Videos auf Youtube entnehmbar: die einen feiern die Aktion, die anderen sind auf KTs Seite und betonen den infantilen Charakter der ganzen Sache, jeder 2. im gleichen Atemzug die Kanzlerschaft Guttenbergs :kotz:

UPDATE 3 - Mail von der dpa
WTF! Da hat mir die dpa doch echt eine Anfrage geschickt, ob ich denn der Urheber des Videos sei und sie Screenshots daraus mit meiner Genehmigung verwenden dürfen. UNFASSBAR DILETTANTISCH. Hier der Originalwortlaut:

-------- Original-Nachricht --------
> Datum: Fri, 3 Feb 2012 13:15:56 +0100
> Von: zensiert@dpa.com
> An: filmrissTK ätt gmx.de
> Betreff: Guttenberg Video
>
> Hallo,
>
> wir würden gern ein paar Screenshots aus dem Guttenberg-Video für den
> dpa-Bildfunk verwenden. Sind Sie der Urheber? Geht das in Ordnung?
>
> Fragt und grüßt
>
> xxx yyy
>
>
> dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH
> Markgrafenstraße 20 - 10969 Berlin
> Tel.: +49-30-2852-31504
> Fax: +49-30-2852-31519
> E-Mail: XXXX
>
> Geschäftsführer: Michael Segbers,
> Matthias Mahn (Stellv.), Andreas Schmidt (Stellv.)
> Chefredakteur: Wolfgang Büchner
> Aufsichtsratsvorsitzender: Karlheinz Röthemeier
> Sitz: Hamburg HRB 68431 * USt.-Ident.-Nr. DE 118543436

Meine Antwort:

Guten Tag,

entschuldigen Sie bitte den Tonfall, aber wenn Ihre Recherchequalität für die der DPA exemplarisch ist, dann ist der Wechsel des Auswärtigen Amtes zur AP nur nachvollziehbar - sowohl im Youtubevideo als auch im Blog steht deutlich, dass die "Internationalen Hedonisten" der Urheber sind.

Alles Gute dennoch, und: lernen Sie daraus!

Mittwoch, 25. Januar 2012

Kim "Kimble" Schmitz

Mittlerweile sollte er jedem Internetnutzer ein Begriff sein; den älteren unter uns war er sogar vor seiner Megaupload-Zeit bekannt. Nämlich als "gewiefter"  Kleinkrimineller, der im Mai 2002 von dem Amtsgericht München wegen Insiderhandels zu fast zwei Jahren auf Bewährung sowie einer saftigen Geldstrafe verurteilt wurde. Aufsehen erregte aber weniger Schmitz' Geschäftsgebaren als sein extravaganter Lebensstil, der ihn als Oberproll und Unsympath bis heute gebrandmarkt hat:


Doch warum um Himmels Willen prügelt nun das halbe Internet auf ihn ein, allen voran die Medien? Ist es der Neid, weil ein solches Nilpferd multimillionen Dollar verdient hat? Vermutlich! Denn anders ist es kaum zu erklären, dass Filehoster-Services wie Rapidshare oder Uploaded hochgejubelt werden, der von Kim Schmitz alias "Kimble" oder neuerdings auch "Kim Dotcom" gegründete Dienst MEGAUPLOAD aber nun als Sündenbock herhalten muss. Was ist der Grund dafür? Wo bitte ist der Unterschied zwischen den Filehostern auszumachen um dem einen alles Gute, dem anderen alles Böse zu wünschen?

Das Geschäftsmodell ala Schmitz

Megaupload macht genau wie Rapidshare und co seinen gesamten Umsatz NUR über das systematische Verletzten von Urheberrechten. Zwar weiß das jeder Betreiber insgeheim, keiner muss sich aber einer Schuld wirklich bewusst sein, da er einen an sich legalen Dienst zur Verfügung stellt, den blöderweise das Internetvolk auf seine Weise zu nutzen weiß; Kim Schmitz lädt als Chef also gar keine Dateien selber hoch, sondern lässt dies viel mehr fremde User "übernehmen", indem der eigentlich nur dem Uploader bekannte Downloadlink öffentlich allen Usern zur Verfügung gestellt wird. Das übernehmen heutzutage großflächig sogenannte "Warez-Seiten" wie iload.to oder auch kinox.to, die ihrerseits millionen Klicks generieren und so mit Werbung viel Geld trotz kostenlosen Services verdienen. Im Prinzip kostenlos ist auch Kim "kimble" Schmitz Dienst Megaupload und Megavideo gewesen - denn meist konnte eine IP-Adresse nur eine geringe Anzahl von Dateien oder Videominuten herunterladen, bevor es kostenpflichtig oder stark verlangsamt wurde. Normalintelligente User haben hier einfach die IP gewechselt ("internet an und wieder aus") oder gleich spezielle Freeware wie den Jdownloader eingesetzt. Verdient hat Schmitz an "den Dummen", die sich einen Premiumaccount für ca. 10 Dollar/Monat gekauft haben. Anscheinend kamen so mehrere hundert millionen Dollar zusammen.
Hat jetzt die Contentindustrie wirklich einen so hohen Schaden erlitten? Natürlich nicht; es zeigt sich doch viel mehr, dass der User solche neuartigen (Geschäfts)modelle ersehnt und auch bereit zu zahlen ist. Der Film- und Musikindustrie ist das aber nicht (weitsichtig) genug, ihre Manager und Bosse müssen schließlich Multimillionen verdienen und auch die Gagen der "Stars" irgendwie bedient werden.

Das ist also das Geschäftsmodell der Filehoster: jeder Idiot kann hier Dateien hochladen und an beliebig viele andere Nutzer verteilen - ob das nun Urlaubsfotos oder Kinofilme sind, liegt dabei nicht in der Hand des Betreibers. Er kann aber auf Wunsch (ähnlich wie bei Youtube) bestimmte Inhalte nach Beanstandung durch den jeweiligen Rechteinhaber löschen lassen. Wer also nimmt nun den ersten Stein und wirft ihn? Als ob man kino(x).to und seine Vollstrecker wie Megavideo nie benutzt hätte. Als ob es einen Unterschied macht, bei Megaupload oder Rapidshare zu saugen. Es ist wohl viel mehr die kontroverse Figur des Kim "Kimble" Schmitz, die mit ihrem protzenden Lebensstil den gemeinen Internetuser vor Neid erblassen lässt - anders ist diese Hetze kaum zu erklären.