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Freitag, 21. September 2012

Gerald Celente in Berlin: falling in love & haunted by Hitler


Wenn ein New Yorker Berlin besucht oder: falling in love & hunted by Hitler
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ein freiübersetzter ‚Reisebericht‘ aus dem Vorschau-PDF des "Trend Journals" vom Herausgeber Gerald Celentes über dessen Berlinaufenthalt und seine damit verbundenen Gedanken zur gegenwärtigen Krise und ihren Folgen

  
In den nächsten vier Jahren erwartbar:
Der erste große (Welt-)Krieg des 21. Jahrhunderts

Ich war noch nie in Berlin. Alles was ich darüber wusste, kannte ich nur aus Geschichtsbüchern oder dem Fernsehen. Es zog mich hierher, um die Produktion der deutschen Ausgabe des „Trendjournals“ und die der europäischen Variante des „Trends Research Institutes“  voranzutreiben. Und es ist keine Übertreibung wenn ich sage, dass mir etwas seit der Fahrt vom Flughafen ins Hotel bis heute gedanklich zu verfolgen („haunted“) scheint. Nach dem Hotel-Checkin zeigten mir meine deutschen Kollegen dann aber erst einmal im Schnelldurchlauf Berlin und ich verstand recht schnell recht gut wie die Leute hier denken und fühlen, wie der Ort architektonisch beschaffen ist.
Viel Schönheit kann hier bestaunt werden – tolle Läden und ziemlich breite Fußwege, die selbst Kaffeetischen und Radfahrern genügend Freiraum bieten. Welch‘ Hochkultur, dachte ich. Doch etwas anderes gab mir zu denken: Für eine 3,5-Millionen-Stadt war es außerordentlich leise. Geschuldet ist dies wohl den breiten, baumgesäumten Straßen, die die Geräuschkulisse förmlich zu verschlucken scheinen. Auch wirkten die meisten Gebäude selten höher als 15 Stockwerke, sodass der Lärm nicht wie in anderen Metropolen sturzflutgleich durch die Hochhausschluchten donnerte. Parkähnliche Grünflächen erstrecken sich außerdem über die ganze Stadt. Ja, es war beängstigend still!
Ich verliebte mich umgehend. Von allen Städten der Welt, die ich bereist habe, empfand ich Berlin als die hippste. Aber ich war ebenso sehr aufgewühlt wie beeindruckt. Einige der Gebäude aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert waren einfach umwerfend prächtig. Stark und kühn, eben Deutsche Qualität ausstrahlend. Umso mehr ich aber sah, desto niedergeschmetterter fühlte ich mich. Am späten Nachmittag begann mir dann auch langsam bewusst zu werden, warum…
Es schien, als wäre kaum ein kompletter Straßenzug in diesem architektonischen Meisterstil erhalten geblieben; stattdessen füllen fast überall flüchtig hin gezimmerte Nachkriegsbauten die Lücken. Es war immer dasselbe: ein paar alte Gebäude, viele neue daneben und wieder ein paar alte. Ich begann mir vorzustellen, wie Berlin vor der Zerbombung ausgesehen haben muss – viel großartiger noch als Paris seinerzeit! Deutschland, so dachte ich, muss in den 1930er Jahren die zivilisierteste westliche Gesellschaft gewesen sein. Die Kunst und Kultur, die Philosophie und Architektur – was für eine Hochkultur! Und was für Persönlichkeiten: Bach, Beethoven, Goethe, von Wagner zu Einstein über Fritz Lang und Marlene Dietrich.
“Das sind die Deutschen!”, sagte ich zu mir – stark, gebildet, stolz und edel. „Wie konnte sich diese großartige Gesellschaft nur von einem Freak wie Hitler zerstören lassen? Warum erhoben sich die Menschen nicht, sondern ließen sich von ihm bereitwillig ins Schlachthaus führen? Es war ja nicht so, als wäre Deutschland innerhalb einer Woche zerbombt worden. Dieser Prozess dauerte von 1940 bis 1945 an. Wann also wurde es ihnen Zuviel?
Für mich ist das weniger eine philosophische Debatte als viel mehr eine Frage über Leben, Tod und von menschlichem Geist. „Ich weiß doch ich weiß“, sagte ich mir selber. Hitlers Machterlangung war eine Folge der widrigen Bestimmungen des Versailler Vertrags nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg, bla bla bla. Doch mitnichten, es ist weit komplexer als oft angenommen. Irgendetwas anderes erlaubte dem großartigen Deutschen Volk sein Schicksal in die Hände eines two-bit-Freaks* zu legen, den Charlie Chaplin noch überzeugender spielen konnte als er sich selbst. Ich selbst übrigens bin italienischer Abstammung - eine lange Liste hoher italienischer Persönlichkeiten schießt mir sodann durch den Kopf: Michelangelo, DaVinci, Rossini, Caruso, Puccini, Galileo… was für eine Geschichte, was für eine Kultur! Und dann fragte ich mich wieder: „Wie konnten sich die Italiener von einem ‚two-bit-freak‘ wie Mussolini gesellschaftlich dermaßen zersetzen lassen? Wie kommt es dazu, dass sich selbst kluge Menschen von einem Comicclown in die Irre führen lassen?“

Und dann ist da heute noch Amerika mit einem ebenso großartigen Volk. Wie nur konnte sich auch dieses von einigen „two-bit Freaks“ (ver)führen und zerstören lassen? Clinton, Bush, Cheney, Obama, Romney? Das ist doch alles ein und dieselbe “two-bit freak-show“, schaut euch doch weltweit um: Blair, Cameron, Rajoy, Netanyahu, Merkel, Monti, Berlusconi, Sarkozy, Hollande… schau auf dein Land und nimm dessen Präsidenten, Premierminister oder Kanzler: alles „two-bit-freaks“ in meinen Augen. Und sie sind gefährlich. Sie beginnen Kriege, töten Millionen, zerstören Nationen. Sie stehlen euer Geld und teilen es unter sich auf. Und bis auf wenige Ausnahmen lässt es ein jeder mit sich machen. Ja selbst unter ihresgleichen wird darum, wer denn der bessere Freak wäre, mitunter gestritten bis zum Tod.


Menschen oder Mäuse? (mice or men?)

Hitler verhexte mich seit der Landung in Berlin. Was bloß im menschlichen Geist ermöglichte dies alles? Doch es passiert heutzutage schon wieder: unsere Politiker führen uns ins Verderben. Und genau wie früher lassen es die Leute wieder mit sich machen. „Der erste Weltkrieg des 21. Jahrhunderts“ hat genau vor unseren Augen begonnen. Aber niemand, weder die Politiker noch die Medien erkennen dieses Ereignis. Stattdessen werden Zwischenfälle nebulös verschwiegen und immer losgelöst aus dem Gesamtkontext der weltweiten krisenhaften Entwicklung als „Einzelfälle“ betrachtet, als hätte das eine nichts mit dem anderen zu tun.

Eines Tages wird in den Geschichtsbüchern vielleicht die allgemeine Erkenntnis stehen, dass dieser Krieg wohl wie seine Vorgänger der 1. und 2. Weltkrieg in Europa begann. Allerdings wäre dies eine zu vereinfachte Sichtweise (Kriegsgründe sind stets sehr vielschichtig), da zwar die europäische Schuldenkrise derzeit in den Nachrichten genau wie in dieser Ausgabe des Trend Journals verstärkt in den Mittelpunkt des Geschehens rückt. Aber Kriege beginnen nicht einfach plötzlich mit der Ermordung eines Kronprinzen, dem Versenken eines Luxusdampfers (Lusitania) oder dem Bombenangriff auf Pearl Harbor – das sind nur die Auslöser; der Weg zum Krieg ist viel länger.
Folgt doch beispielsweise nur einmal der vergleichenden Logik der Zeitgeschichte:
Der Crash von 1929, die Weltwirtschaftskrise, Währungskriege, Handelskriege – all dies mündete in den Zweiten Weltkrieg. Die Geschichte scheint sich heute auf doch merkwürdige Weise zu wiederholen: Die Börsenpanik von 2008, die andauernde Rezession/ Depression, Währungs- und Handelskriege führen in den „ersten Weltkrieg des 21. Jahrhunderts“.

Und im Kern des Krieges wird es ganz gleich seiner späteren historischen Rezeption nach nicht um Repressionsangst, Demokratiebedürfnis, Religionskriege oder territoriale Streitigkeiten gehen – nein, kausal wird sich alles auf „Geld, Macht und Habgier“ belaufen.


— Gerald Celente originally on Trends Journal Preview


Berlin ist toll
…
Und dass die transnationale Wirtschaftskrise nichtkriegerisch überwunden werden kann, konnte bisher auch nur in der Mainstreamsuppe des unmündigen Systemkaspers Platz finden

* „two-bit freak“  scheint ein selten benutzter Ausdruck der politischen Debatte aus dem Englischen und beschreibt in seiner sinngemäßen Übersetzung wohl jemanden, der unter dem durchaus charismatischen Deckmantel des Wohlwollens das Volk hintergeht, ausbeutet, unterdrückt und sich zur eigenen (Macht-)Befriedigung mit anderen Eliten „ins Bett begibt“. Eine genaue(re) Übersetzung als Einzelwort lässt sich nicht wirklich finden, ließe sich bei "two-bit freak" aber vielleicht noch mit "Politkasper" oder "Politmafiosi" am ehesten beschreiben.



PS: die Links sind des Hintergrundwissens wegen selbstverständlich redaktionell hineineditiert worden

PPS: Gerald Celentes Prognosen könnten Hand in Hand gehen mit den Alois Irlmaier Prophezeiungen, welche beispielsweise die aktuelle Flüchtlingskrise als Vorzeichen eines dritten Weltkrieges vorausgesagt haben. Es bleibt spannend, seid vorbereitet und wachsam und glaubt nicht den Ausführungen der Massenmedien - vertraut eurer Intention.

Mittwoch, 25. April 2012

Rückblick: Zinskritik für die Katz

Der ein oder andere wird sich vielleicht noch duster an meinen Oster-Weckruf aus dem letzten Jahr erinnern. Selbstkritisch sage ich heute: das war ein fahrlässiger Fehler und würde ich so in der Form nicht wiederholen. Es war mir zwar ein altruistisches Kernanliegen, über den zinsbedingten Zusammenbruch unseres Geldsystems zu informieren; dummerweise aber ließ ich mich dabei im emotionalen Affekt einer ohnehin hochmanischen Phase auf die terminierten Vorhersagen des Kopp-Autors Udo Ulfkottes ein, der ja vorgab, seine Informationen aus dem renommierten Trendjournal und dessen Herausgeber Gerald Celente zu beziehen. Später gelang ich an die englische Originalausgabe des Magazins und musste feststellen, dass sich der werte Udo fast alles aus den Fingern sog und in der von ihm postulierten Form nie im Trendjournal veröffentlicht wurde – eine leidige doch letztlich wichtige Erfahrung (obgleich die England-Aufstände oder Occupy-Proteste Geschichte schrieben).
…

Wie sollte man sich auch anders Gehör verschaffen? Wenn gesagt wird: Schaut, da gibt es eine Fundamentalkritik der bürgerlichen Ökonomie... wer hört dann noch zu? Erst wenn doch gesagt wird: die Finanzkrise kann nie gelöst werden, DU verlierst alles Geld (vielleicht sogar noch dies Jahr), dann erst wird doch der gemeine Systemlemming hellhörig.

Nichtsdestotrotz besitzen die vorgebrachten Kernaussagen bis heute wahrheitsgemäßen Charakter: neben der immergültigen, mathematisch bedingten Zinskritik ist dies vor allem der Ankauf von Gold. Stand der Goldpreis damals noch bei 1500 Dollar die Unze, so liegt er heute bei  1640 Dollar – ein Renditegewinn von fast 10 %, der mit keinem Wertpapier der Welt so simpel zu erreichen wäre (zwischenzeitlich betrug der Goldpreis übrigens fast 2000$).
…

Egal auf wie viele Billionen man den Rettungsschirm noch erhöhen wird, die Zinsschuld ist in keinem Universum zu tilgen und MUSS zwangsläufig zum monetären Zusammenbruch führen (siehe Weltwirtschaftskrise 1929). Hinzu kommt die schon von Karl Marx hinreichend ergründete Überproduktionsimmanenz des Kapitalismus, heißt: immer mehr Waren können immer weniger oft abgesetzt werden, Unternehmen bleiben auf ihren Erzeugnissen zusehend sitzen oder müssen diese vernichten – allen voran Lebensmittel mit einer Quote von mindestens 30%. Welche Konsequenzen dies auf unser Leben hat und wann genau „der Crash“ eintreten wird, ist nicht mit Exaktheit anzugeben, wohl aber noch dieses Jahrzehnt erwartbar (laut Prof. Otte, s.u.).

tl;dr
Der Versuch über polemische Prophetie an die Instinkte der Mainstreamlemminge zu appellieren blieb fruchtlos. Macht es euch nicht zu einfach und nagelt unwillkommene Ausführungen an ihren offensichtlichen Schwächen – wie hier der terminierten Voraussage – fest. Nehmt euch vielmehr der Fundamentalkritik am Geldsystem an, zahlreiche Professoren machen es vor:






USW USF

Mittwoch, 28. September 2011

Vom marginalen Gold(preis)

Die letzten Tage ist ja der Goldpreis so hart eingebrochen wie in den letzten 30 Jahren nicht mehr. Warum das so ist und weshalb sich der Goldpreis wieder nach oben stabilisieren wird,  hat mein Cousin (studierter Wirtschaftsinformatiker) in einem Gastbeitrag stichpunktartig verfasst:


Margin und Terminmarkt
  • Bsp:  man sagt zb in 1 monat kauf ich x tonnen weizen
  • man muss dann noch nicht die volle summe bezahlen sondern erstmal nur nen teil - die sogenannte margin
  • warum macht man das ganze?
  • das ist gut für die produzenten und für die abnehmer damit sie planen können
  • zb der bauer verkauft im frühjahr schon seine ware zum festen Preis p
  • er weiß wieviel er dann verdient und kann dementsprechend wirtschaften
    --> gut für ihn
  • der müller kann das dann kaufen und ist sich des preises auch sicher und kann mit dem preis planen
  • alternativ könnte der bauer auch warten bis nach der ernte und dann verkaufen dann könnte der aktuelle preis für weizen aber höher oder niedriger sein (er müsste spekulieren auf den preis)
  • beim müller ist es genauso
Jetzt kommen die Spekulanten noch ins Spiel
  • die können jetzt auch beim bauern direkt am anfang des jahres kaufen und darauf spekulieren dass der preis dann steigt
  • dann machen sie gewinn
  • das ganze gibs bei so fast allen rohstoffe
        Was ist nun beim Gold passiert?
  • noch ne zusatz info: teilweise existiert der weizen gar nicht real, sondern nur auf dem papier und am ende der laufzeit wird dann die differenz vom preis als gewinn ausgeschüttet oder derjenige muss noch geld nachschießen
  • daher dient die margin auch als eine art sicherheit um nachher verluste bezahlen zu können
      
folgendes Beispiel:
  • du kaufst für 100mio gold und musst eine margin von 10% hinterlegen spricht 10 mio
  • (zahlen inclusive der margin sind nur fiktiv)
  • also du kannst mit 10mio € gold im wert von 100mio€ handeln
  • die haben jetzt die margin beim gold erhöht ich glaub das waren 27% prozent
  • man muss nun 12,7mio für die 100 mio gold zahlen und alle anderen müssen noch die 2,7mio nachschießen
  • da viele die 2,7mio nicht haben mussten sie verkaufen--> preis fällt
  • beim silber haben sie vor paar monaten das gleiche getan, mehrmals in 2 wochen die margin stark angehoben und daraufhin ist der siblerpreis von knapp 50$ auf 30$ gefallen
  • ungefähr verstanden?
DENKE SCHON ODER? Gebt ihm ein „gut“ :)

Weitere Info bei Wikipedia:



Donnerstag, 22. September 2011

Die FDP hat recht

Dass ich das noch einmal sagen werde! Aber mit ihrer Forderung nach einem Ausschluss(verfahren) Griechenlands hat die FDP uneingeschränkt recht. Die griechische Verschuldung ist am fortgeschrittensten von allen, mit schwacher Konjunktur bei vorbildlich aufmüpfigen Bürgern.Wirtschaftlich gesehen MUSS man sie einfach aus dem Euro werfen, da sie HUNDERT PROZENT Pleite gehen werden (ein Schicksal dass uns alle noch erwartet). Problem ist: fliegt Griechenland, crasht der Euro, zerbricht die EU und der Teufelskreislauf reißt die halbe Welt in den Abgrund.

In der neuen Alternativlos-Folge wird neben "Peak Oil" auch hierauf Bezug genommen - auf das, was uns allen bald blüht. UNBEDINGT REINHÖREN!

UPDATE 2.25 Uhr
Kann mal wieder nicht so recht schlafen und klick mich durchs Netz. Dabei kam dieser recht entlarvende Artikel von bild.de über Schäubles inkonsequente Aus- und Zusagen zum griechischen Euro zum Vorschein. In ihm werden seine unsinnigen Aussagen chronologisch aufgearbeitet:
21. Dezember 2009
Am Beginn der Krise erklärt Schäuble: „Wir Deutschen können nicht für Griechenlands Probleme zahlen.“

16. März 2010
„Griechenland hat nicht um Hilfe nachgefragt, deswegen gibt es dazu keine Entscheidung, und es ist auch keine Entscheidung getroffen worden.“

16. April 2010
Schäuble: „Noch immer glauben wir, dass die Griechen auf dem richtigen Weg sind und dass sie am Ende vielleicht gar nicht die Hilfe in Anspruch nehmen müssen.“

Am 23. April bittet Griechenland offiziell um Hilfe – bis Anfang Mai wird ein Hilfspaket von 110 Mrd. Euro geschnürt.

27. April 2010
Eine Insolvenz der Griechen schließt Schäuble aus: „Es geht nicht um Umschuldung, das ist kein Thema, und davon redet auch niemand, der in der Regierung ein Amt hat.“

[...]

6. Juni 2011
Griechenland erhält ein weiteres Hilfspaket mit über 100 Mrd. Euro. Schäuble erklärt: Sonst „stehen wir vor dem realen Risiko der ersten ungeordneten Staatsinsolvenz innerhalb der Euro-Zone“.
PS: jaja gleich zwei Fauxpas (FDP und bild) an einem Tag.. doch wo sie rechthaben :(

Donnerstag, 18. August 2011

Euro-Bonds - der letzte lange Atemzug?

Das Wort "Euro-Bonds" geistert ja schon die ganze Woche durch die Medien und findet bei vielen bürgerlichen Politeliten (noch zögerlichen) Zuspruch. Im Prinzip meint man mit der Umschreibung "Euro-Bonds" den versuchten Aufbau einer monetärökonomischen EU(ro)-Regierung um so die Souveränität der Einzelländer weiter auszuhöhlen (wie mit dem Vertrag von Lissabon unlängst geschehen). Im Detail sollen also die
EU-Staaten gemeinsam Mittel am Finanzmarkt aufnehmen und gesamtschuldnerisch für Rückzahlung und Zinsen haften [...]. Das mit diesen EU-Anleihen gemeinsam geliehene Geld würde zwischen den beteiligten Staaten aufgeteilt werden.
Allerdings sind diese Art von Anleihen nach geltendem EU-Recht
wegen der sogenannten Nichtbeistands-Klausel (auch 'Non-Bail-Out'-Klausel genannt), die in Art. 125 AEU-Vertrag geregelt ist, nicht möglich.
NOCH nicht - die Debatte kommt Merkel, Sarkozy und "Experten" zufolge nämlich noch zu früh. Doch wie immer sind "vorläufige Absagen an die Euro-Bonds" nichts als leerer Bullshit - nur durch das gemeinsame (er)tragen der Staatsschulden kann der Euro noch ein paar Atemzüge tätigen, bevor er endgültig kollabiert. Aus Sicht der kapitalistischen Gesetzmäßigkeit müssen die Südländer ohnehin raus aus dem Euro. Doch egal wie "es" ausgeht: kein Bond der Welt schafft den Zins ab, kein bürgerliches Konzept außer einer Währungsreform (Schuldenerlass oder Neugeld) kann der Staatsverschuldung entgegen wirken. Euro-Bonds würden das Problem nur auf Jahre verlagern, niemals lösen.

Samstag, 23. Juli 2011

Nur ein weiteres Untergangspaket geschnürt

Was die Börsen immer so zittern müssen, wenn sich die europäische Politelite zum "Währungsgipfel" versammelt. Es ist doch von vornherein klar, dass es ein neues RettungsUntergangspaket für den Euro geben wird - bis zum letzten Tropfen wird der restfeuchte Eurolappen ausgewrungen. Am Morgen nach jeder Rettungsaktion belohnen uns die Börsen dann mit einem Kursfeuerwerk - ein sehr durchschaubares Spiel.

Jedenfalls: während der Mainstream die "Eurorettung" feiert, sind wirkliche Experten wie Prof. Hankel der Auffassung:
Die aufgezwungenen Sparmaßnahmen in Griechenland werden keinen Erfolg haben. Griechenland kann seine Schulden nicht mehr bezahlen, das Land ist pleite. Hinzu kommt, dass alle Antriebskräfte der griechischen Wirtschaft zunichte gemacht werden. Aber noch viel gefährlicher ist, dass die Demokratie in Griechenland faktisch abgeschafft wird. Griechenland ist nur noch ein Protektorat der Troika.
Es kriselt - nicht ohne Grund kurvt der Goldpreis gerade auf seinem Allzeithoch herum...

Freitag, 15. Juli 2011

Arrivederci, Italien!

Dirk Müller alias Mr. Dax sieht nach der jüngsten Abwertung Italiens durch die US-Ratingagentur "Moodys" das Land im monetären Fall. Der Experte, der die gegenwärtige Krise schon lange ankündigte, sieht Italien gänzlich verloren:
Mit der Abstufung Italiens geht es nun allerdings richtig zur Sache, [...] denn das Land wird nicht zu retten sein. Italien ist für den Rettungsschirm der EU viel zu groß. 
Und wenn Italien fällt, macht der Euro auch nicht mehr lange mit. Aber noch dieses Jahr? Es ist zu unvorstellbar. Die Geschwindigkeit des stetig steigenden Goldpreises ist ein ziemlich guter Krisenindikator - unter 2000$ die Unze kann durchgeatmet werden.

Mittwoch, 13. Juli 2011

Internationale Staatsverschuldung

In den letzten Tagen ging es in der Schulden-Debatte mal wieder heiß her: Italien sei nun das neue Griechenland, habe es doch trotz geringem Haushaltsdifizt exorbitant hohe Staatsschulden angehäuft.


Der Blick auf die Vergleichsgrafik mit Spanien und Griechenland scheint noch prekärer:

Doch auch außerhalb Europas ist die internationale Staatsverschuldung immens und außerhalb der östlichen Hemisphäre kaum zu stemmen:
Selbst dem Weltpolizisten USA droht die Staatspleite.
 

Warum "Internationale Staatsverschuldung"?

Unserem Geldsystem sind solche Krisen immanent, die Dynamik des Zinses bedingt sie mathematisch und ist unvermeidbar. Demnach sind auch kommende Staatspleiten unvermeidbar. Die Frage ist, was das für uns "kleinen Leute" bedeutet? Egal ob es wirklich 2011 crasht oder "erst" ein paar Jahre später - dieses Jahrzent wird unser Finanzsystem noch dran glauben müssen. Daher ist zu empfehlen, sämtliche Spareinlagen in Gold anzulegen, Lebensversicherungen und Riesterrente aufzukündigen und entweder auf den Kopf hauen (Reisen, Enkelgeschenke, ...) oder besser in Gold zu investieren.

Eine gute Frage ist auch, wie die "Realität" auf den monetären Zusammenbruch reagieren wird. Es ist kaum vorstellbar, dass sich der Crash nur auf die immaterielle Finanzwelt und ihre Märkte auswirkt. Vielmehr wird die allgemeine Verunsicherung und Panik auch auf den Straßen hierzulande einhalten. Supermarkt? Tankstelle? Fehlanzeige! Daher vorsorgen! Zum konkreten Vorsorgen schreibe ich die Tage noch einen Artikel.

Wichtig ist, dass man im Fall des Falles mental darauf eingestellt ist - 99% der Systemlemminge werden aus allen Wolken fallen und nicht wissen wohin. Anders als wir - wir wissen seit Jahren Bescheid, das ist ein enormer Vorteil!

PS: und denkt ja nicht, man würde auf das zustehende Geld fremder Staaten verzichten: Insolvenzverwalter pfändet thailändische Prinzen-Boeing

UPDATE 14.7.
Oder wie bild.de das Ganze formuliert:

Donnerstag, 30. Juni 2011

Mr Dax ruled

Staatsschulden auf Grundlage exponentieller Zinsdynamik können in keinem Universum zurückgezahlt werden. Aus diesem Grund sind die ganzen Griechenland-Diskussionen zeitverschwendende Lästigkeit.

Dennoch gab es jetzt bei Anne Will eine interessante Talkrunde zum Thema. Mit dabei ist das Rhetorikgenie Gregor Gysi und der systemkritische Börsenmakler (ja das gibt es) Dirk Müller (Mr Dax), der gewohnt offene Worte findet und dem FDP-Schwachmaten schön ans Leder geht mit Vorwürfen der Veruntreuung von Steuergeldern, fehlendem Demokratieverständnis usw. Sehenswert!

Außerdem zu Gast:

ein nervend hysterisches Unternehmergirl

ein Quotengrieche

und eben das verblendete FDP-Arschloch

Link zur Sendung: http://daserste.ndr.de/annewill/videos/annewill3033.html (59:13 min)

Mittwoch, 22. Juni 2011

Deutsche Griechenlandhilfe = Rettung der Deutschen Bank

Es gibt ja wenig größere Wixer als den Ackermann. Entsprechend hockt er hinter den deutschen Griechenlandhilfen um seine eigene Haut zu retten (bzw. zweistellige Renditen weiterhin zu ermöglichen). Dazu ein wunderbarer Kurzvideo-Beitrag vom Öffentlich-Rechtlichen Fernsehen:

http://www.wdr.de/tv/monitor/sendungen/2011/0616/Griechenland.php5

Dienstag, 24. Mai 2011

Griechencrash unausweichlich!

Ich habe mir gestern die beiden Talkshows von Maischberger und Plasberg zum Thema Griechenland angesehen und durfte feststellen, dass selbst die ganzen Experten (sowohl Prof. als auch andere) nicht mehr weiter wissen.

Am besten zeigt sich das bei Maischberger: während im Prinzip alle Gäste Sandra Wagenknecht (DIE LINKE) zustimmen, ist es einzig der CDU-Futzi, der die Griechenrettung und Bankenrettung für alternativlos hält. Alle anderen Experten in der Runde sagen, es kann und wird auch SO nicht mehr weitergehen.

Entweder Griechenland führt die Drachme wieder ein oder es gibt einen Süd und Nordeuro. Was anderes gibt es nicht an Lösung! EIne Umschuldung ist sowieso schon beschlossene Sache - ich denke zuerst wird man das Modell mit dem Nordeuro versuchen, ehe auch das scheitert und wir alle zu unseren eigenen Währungen zurückkehren. Und warts mal ab was für lustige Namen man sich für die ganzen Sachen ausdenken wird - bestimmt sowas wie "standard-euro" als nordeuro und "progressionseuro" für den südraum.

Auf jeden Fall wird wohl Griechenland noch dieses Jahr dran glauben und sich aus dem altbekannten Eurosystem verabschieden (müssen). Und wer (außer uns Bloggern^^) hätte DAS noch vor einem Jahr gedacht? So gehts auch hier bald ab bei uns, wartets nur ab...

UPDATE
Denkt dran: es ist nur halb so polemisch gemeint wie verfasst ;)
Noch lebt Griechenland (Sept. 2012), aber wir sehen alle die Abwärtsspirale - niemals wird sich Griechenland in der Eurozone halten können, niemals. Die Nord-süd_euro Debatte dagegen scheint seit einem Jahr uninteressant und weniger eine Option zu sein - man wird wohl zunächst  die schwachsen nach ein ander raushauen aus der Zone (Greece, Spain, ...).

Dienstag, 17. Mai 2011

Griechencrash "light"

Was vor wenigen Tagen noch ein nichtdiskutables NOGO bedeutete, wird wohl bald Wirklichkeit: eine "Umschuldung light" Griechenlands (*räusper*) wird heute offen diskutiert, ein Schuldenschnitt quasi.

Mr. Dax sieht hier gerade einen "schleichenden Bankrun" vonstatten gehen, zumal ein neues Gesetz den Griechen nur eingeschränkten Zugriff auf ihr Vermögen ermöglichen soll.

Aber seht ihr auch die Dynamik? Aus einstiger bedingungsloser Euro-Hilfe wird mittlerweile ein "Haircut", ein Schuldenumbau / Schuldenschnitt. All diese Worthülsen sind nur hilfloser Ausdruck der feststehenden Tatsache um den Niedergang des Euros wie wir ihn kennen.

OB es nun so dramatisch wird, bleibt abzuwarten. Vorsorge ist auf jeden Fall das Beste was zu tun ist - einen Teil (10%) seiner Finanzen in greifbares Edelmetall, vorzugsweise Gold, stecken. Erst gestern kamen meine bestellten 30g Gold (online) per UPS versichert an - wie winzig die 1g-Plättchen sind, kann man mit zwei Fingern biegen! Der Kauf von Gold ist jedenfalls grundsätzlich zu bevorzugen, da hier keine 19% Mehrwertsteuer vom Staat erhoben werden. Laut Prof. Otte (siehe Beitrag neulich) steigt der Goldpreis noch locker auf 3000 Dollar und mehr. Derzeit liegt er bei 1500.

Mittwoch, 11. Mai 2011

"Wir zahlen Zins und Zinseszins"

Beschwert sich ein Grieche und erkennt damit das Problem:
http://www.tagesschau.de/multimedia/video/sendungsbeitrag109756_res-.html

Mal schauen wie es sonst so noch in Griechenland abgeht. Ein erster "Griechencrash" jedenfalls wäre wohl ein unleugbarer Indiz für das Bevorstehende...

EDIT
Siehe auch den vorletzten Beitrag

Freitag, 6. Mai 2011

"Eigentlich regiert die Wirtschaft"

sagt Professor Max Otte in einem 2-Minuten-Kurzinterview. Außerdem antwortet er auf die Frage, ob der Euro in den nächsten 10 Jahren crasht mit: "Wahrscheinlich schon, aber nicht innerhalb der nächsten 3 bis 5." Zudem sieht er den Goldpreis locker bei 3000 Dollar und mehr "in der Krise":


Ebenso ist Professor Hankel zu empfehlen, er sagt zur Krise: "wer zuerst kommt und vorsorgt, wird wenig verlieren und andersrum":


Wie Professor Bernd Senf sieht auch der durchs Fernsehen bekannte "Mister Dax" alias Dirk Müller den Kausalzusammenhang der Krise im Zinssystem:


Zu Dirk Müller empfiehlt sich sein täglicher Ausblick als Videocast zur Börse ebenso wie ein Überblick in die Finanzwelt auf dessen Homepage "Cashkurs":
http://www.cashkurs.com/

Sonntag, 24. April 2011

Holy Shit - Apokalypse noch dieses Jahr?!

Ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll! Verzeiht mir etwaige Fehler - sie sind der Aufregung geschuldet.

Worum geht es?
Der weltweit renommierte Trend- und Zukunftsforscher Gerald Celente sagt im Trendjournal noch für dieses Jahr (2011) den Totalzusammenbruch des globalpolitischen Systems voraus, wobei die EU-Länder am meisten leiden werden. Die NATO-geführten Kriege in Libyen (und bald in Syrien) seien bloße Ablenkung der Masse, das Gesülz "vom Aufschwung" nichts als Propaganda für den unmündigen Normalbürger. Besonders hart wird es die blinden Systemlemminge treffen, die auf solche Mitteilungen wie hier nur ein müdes Lächeln parat haben - laut Celente sind das die ersten, die mental zusammenbrechen und der "natürlichen Auslese" erliegen.

Gerald wer?
Berühmt ist er für seine richtigen Vorhersagen von Weltereignissen geworden, wie den Crash der Börse 1987, den Zusammenbruch der Sowjetunion 1990, die Asienkrise 1997, den Zusammenbruch der russischen Wirtschaft 1998, das Platzen der Internetblase 2000 und die Rezession 2001. Weiter hat er richtig vorhergesehen, den Anfang des Goldrausches 2002, den Abstieg des Immobilienmarktes 2005, die Rezession 2007 und die Panik von 2008.
Der Typ hat also nicht nur die gegenwärtige "Finanzkrise" vorausgesagt, die ja für die neoliberalen Systemnutten so überraschend daherkam, sondern auch den Zusammenbruch der UdSSR für 1990 und so weiter und so fort. Einzig die englische Wikipedia hat überraschenderweisse einen Eintrag zu ihm. Er setzt also seine über Jahrzehnte erworbene Reputation mit dieser Vorhersage massiv aufs Spiel, daher ist dem Ganzen auch entsprechend zu begegnen!

Was passiert?
Die Unruhen von Asien über die islamische Welt bis nach Lateinamerika, die »Demokratie-Demonstrationen« in Nordafrika und arabischen Staaten - sie alle sind angeblich die direkten Vorboten einer Bewegung, die an unseren Grenzen nicht halt machen wird. Er ist überzeugt davon, dass sich diese perspektivlose Jugend der Welt in sehr kurzer Zeit weltweit vereinigen und gegen jene losschlagen wird, denen es (noch) gut geht.
[...]
Washington werde den Libyen-Krieg dazu missbrauchen, um den chinesischen Einfluss in Afrika zurückzudrängen und einen weiteren Krieg in oder um Syrien provozieren, um den russischen Einfluss in Nahost einzudämmen. Alle diese Kriege seien längst fest geplant. Parallel dazu würden die Lebensmittelströme in der globalisierten Welt unterbrochen. Neben der schweren Lebensmittelkrise werde es eine Rückkehr von Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und Nationalismus geben, wie man es sich heute wohl kaum vorstellen können - und zwar durch alle Bevölkerungsschichten hindurch, weil jedem auf einen Schlag die Rettung der eigenen Familie am wichtigsten sei.
Innerhalb Europas werden EU-interne Kriege geführt. Bürgerkrieg, Aufstände, Plünderungen, anarchische - ja wahrlich apokalyptische - Zustände wären an der Tagesordnung. Und das alles vor der eigenen Haustür, noch dieses Jahr, zweitausendelf!
Und Celente prognostiziert zum ersten mal, dass es sich um »totale Kriege« handeln werde, bei denen alle verfügbaren Waffen skrupellos von jedem eingesetzt würden.
[...]
Celente ist davon überzeugt, dass es hinter dieser Entwicklung eine Hand gibt, die das alles steuert. Keine höhere religiöse Macht, sondern eine Finanzoligarchie, die auf Krieg spekuliert und alles dafür tut, damit diese Entwicklung so und nicht anders kommt. Denn für das alles zahlen am Ende, so Celente, nur die einfachen Bürger.

Was also tun?
Celente mahnt alle Bürger der wohlhabenden Welt, sich jetzt auf den nahenden Krieg vorzubereiten. Und zwar mit Waffen und Lebensmittelvorräten. Er empfiehlt jetzt: »Gold, Waffen und die Ausarbeitung von Fluchtplänen«.
So deutlich hat er sich selten ausgedrückt und aus dem Fenster gewagt schon gar nicht - Lachen ist denkbar deplatziert. Mein Cousin ist studierter Wirtschaftsinformatiker und hat sich schon seit Jahren mit Gold und Edelmetallen eben deswegen eingedeckt. Der Crash ist sowieso unausweichlich, SORGT VOR, SCHÜTZT EURE NÄCHSTEN!

Imho (in my humble opinion)
Unabhängig von ihm sage ich "den Crash" ja schon seit Jahren voraus, man fühlt es einfach. Zudem ist er allein mathematisch bedingt (!) unausweichlich - Stichwort Zinssystem. Dementsprechend habe ich erst letzte Woche einen "Kriseneinkauf" getätigt (Konserven, Armbrust, Survivalequipment, ...), den ich auch demnächst hier als Foto hochladen werde. Persönlich glaube ich übrigens nicht an den "2011er-Crash", wohl aber "kommt er" spätestens im Laufe dieses Jahrzehnts noch auf uns zu!

"Wir jungen Leute" haben materiell kaum etwas zu verlieren - unsere Eltern und Großeltern aber sind es, die erheblich leiden werden. Alle Spareinlagen sind über Nacht wertlos, Banknoten sind nichts als buntes Papier, Lebensversicherungen und finanzielle Rücklagen - alles weg.

Diese Umwälzung wird langsam aber sicher das Ende des Kapitalismus einleiten. Dennoch wird man alles daran setzen, ihn auch in der "Nachzeit" weiterhin etablieren zu können (Polizeistaat?). Das Wort "Apokalypse" ist in diesem Zusammenhang nicht biblisch zu verstehen - die Welt wird nicht untergehen, es geht selbst nach dieser "Unzeit" weiter. Der "Organismus Planet Erde" ist viel zu kostbar, als dass er durch das "Bakterium Mensch" zerstört wird - zur Not schickt "Gott" eben ein "Antibiotikum" vorbei.

Ich möchte niemandem Angst bereiten oder mich sonderlich aufspielen - bitte nehmt das einfach nur zur Kenntnis und handelt nach eurem Herzen. Nutzt diese Chance, bevor es zu spät ist!

PS: der Hater ist mal wieder unterwegs :D

Quelle ist übrigens der vom Kopp-Verlag partiell ins Deutsche übersetzte Artikel Celentes 
(Vorsicht, der Kopp-Verlag gibt oft rassistischen Nonsens von sich und der Autor Udo Ulfkotte ist mindestens als "ausländerkritisch" zu bezeichen - doch das tangiert ja nicht die Kompetenz Celentes)

Donnerstag, 7. April 2011

bla bla WACHSTUM bla bla

Zur Zeit sind die Zeitungen ja wieder mal voll von gebetsmühlenartiger Gehirnwäsche:
die selbsternannten "Wirtschaftsexperten" (hust..) prophezeien eine Steigerung der deutschen Wirtschaftsleistung um satte 2,8 Prozent! Dabei erinnert diese Alles-wird-gut-Parole stark an die Endzeit der Naziherrschaft, als die unausweichliche Niederlage zu einem "Endsieg" herbeifabuliert wurde.

Ähnlich verhält es sich gegenwärtig:
unser Wirtschafts- und Finanzsystem hat ein relativ kurzes Verfallsdatum, aufgrund seiner immanenten Exponentialverschuldung durch das Zinssystem KANN NIEMALS die aufgestaute Geldschuld (egal ob Griechenland, ein Konzern oder Haushalt) zurückgezahlt werden. Es ist schon allein mathematisch unmöglich. Daher muss das System crashen, es MUSS. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, WANN genau. Allerdings lässt sich mit Sicherheit sagen, dass dieser Crash - der üble Zustände wie Bürgerkriege etc. mit sich bringt - in den nächsten 5 Jahren erfolgen wird, wahrscheinlicher sogar in den nächsten 2 Jahren.

Alles Schwachsinn? Recherchiert selbst:

Wie funktioniert Geld? Teil 1 von 3

Prof. Bernd Senf - Die Weltfinanzkrise Tiefere Ursachen und not-wendige Veränderungen

Money as Debt 1-5 german

Strategiepartei.de hat ein gutes Schaubild zum sog. "Josephspfennig":
UPDATE

UPDATE 8.4.
Marcus Bornheim ist so ein Systemlemming und predigt doch allen ernstes in der Tagesschau, dass Deutschlands Wirtschaft "auf zwei gesunden Beinen" stehe. Solange Herr Bornheims Stehvermögen im Anus der Wirtschaft nicht nachlässt, scheint also alles gut.

UPDATE 9.4
Ich wusste um das persönliche Schicksal des Herrn Bornheim nicht Bescheid - das tut mir ehrlich Leid, hat damit aber auch nicht viel zu tun. Ihnen dennoch alles Gute!