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Donnerstag, 3. Mai 2012

links-rechts: Geschichte

Fast schon stereotyp ordnen wir heute das politische Spektrum in links, rechts und mittig ein. Doch woher kommt diese Unterscheidung eigentlich? Eine kleine

links rechts Geschichte

Es ist bis heute Brauch und üblich, am Ess- oder Konferenztisch selbst innerfamiliär einer allgemein akzeptierten, etablierten Sitzordnung beizuwohnen. Das war auch politisch Jahrtausende lang das Abbild der gesellschaftlichen Hierarchie und wurde erst im Zuge der Französischen Revolution aufgeweicht. Während der verfassunggebenden Nationalversammlung von 1789 kristallisierten sich zwei Grundströmungen heraus: die Revolutionären, die links im Saal Platz nahmen und die Monarchiefreundlichen, die sich in der rechten Saalhälfte einfanden (wir sehen also: "links" war schon immer der Progressive Teil, während der konservative Flügel in Angst vor dem Neuen erlahmt). Diese nach politischem Spektrum definierte Sitzordnung behielt man auch in Deutschland während der Frankfurter Nationalversammlung 1848/49 bei und noch heute sitzen DIE LINKEN im Deutschen Bundestag ganz links, während sich die CDU deutlich rechts positioniert. Die politische "Geschichte von links und rechts" erhält hierdurch also plausiblen Charakter.

Mittwoch, 14. September 2011

Berliner: wählt die PIRATEN

Normalerweise würde ich bei jeder Wahl grundsätzlich nur die Partei DIE LINKE empfehlen und auch selbst wählen – ohne jetzt auf die ganzen (zu Recht vorgebrachten) Negativargumente einzugehen, so ist doch unbestritten feststellbar, dass nur diese Partei die Interessen der arbeitenden Bevölkerung ausreichend vertritt und als einzige einen antikapitalistischen Kurs fährt.

Bei der Berliner Abgeordnetenwahl diesen Sonntag allerdings muss man aus realpolitischer Sicht die „Piratenpartei“ wählen. Warum? Ganz einfach: erreichen die Piraten über 5% und ziehen allumfassend in das Länderparlament ein, so stehen die Chancen ziemlich gut, bei der Bundestagswahl 2013 ein 6-Parteiensystem zu etablieren (wenn es die FDP dann noch gibt). Das würde heißen, dass 2-Parteien-Koalitionen unmöglich werden (außer der „großen Koalition“) und mindestens 3 Parteien zusammen koalieren müssen. Das ist ein absoluter Zugewinn für die Interessen der arbeitenden Bevölkerung, da Lobbyvereine und sonstige monetärökonomischen Fernlenker nur schwer 3 Parteien unterminieren  können.

Auf lange Sicht kann man sagen: je mehr Parteien in der „parlamentarischen Demokratie“ vertreten sind, desto anfälliger wird das System und dessen Zusammenbruch wird wahrscheinlicher (hin zu einer „echten“, direkten Demokratie). Trotz bestehender 5%-Klausel können so Weimarer Verhältnisse entstehen.

Außerdem würde man die Piratenpartei bei ihrem Einzug ernster nehmen, sie wäre breitengesellschaftlich akzeptierter und würde zukünftig eventuell einen eigenen Balken bei den „Sonntagsfragen“ erhalten – mehr Zustimmung als die Reichenpartei FDP erfahren sie ohnehin schon. Ihr noch unklares parteipolitisches Profil wird sich zudem durch solche Wahlerfolge schärfen.

DESHALB LIEBE BERLINER: wählt die Piratenpartei am 18.9. und verhelft dem Land so langfristig zu ehrlicherer, wirklicher Demokratie!

Samstag, 10. September 2011

Gregor Gysi zerfetzt den Bundesdackel

Vor wenigen Tagen öffnete der Bundestag wieder seine Pforten und lud zur Generaldebatte ein. Unbestritten hat (mal wieder) Gregor Gysi als einziger Redner für die Fraktion DIE LINKE mit jedem Wort Rrecht, spricht ausnahmslos Tachles und zeigt, wie es derzeit auf der Welt und in Deutschland aussieht:



Keinen einzigen Satz kann man kritisieren, nur jedem Wort beipflichten. Und der Gregor ist immer so. GRANDIOS! Man könnte sich das stundenlang geben!

UPDATE
@ Comment: das höre ich dauernd. Und nun? Was ziehst Du für eine Konsequenz daraus? Im stillen Kämmerlein stagnieren? Ungültig wählen? Piraten wählen? (kommt morgen ein Beitrag zu)
BTW habe ich in der Tat manchmal Schwierigkeiten mit der Groß- und Kleinschreibung sowie zusammengeschriebenen Wörtern mit vermeintlicher Vorsilbe "zu" - in diesem Fall hast Du also recht.

Dienstag, 24. Mai 2011

Griechencrash unausweichlich!

Ich habe mir gestern die beiden Talkshows von Maischberger und Plasberg zum Thema Griechenland angesehen und durfte feststellen, dass selbst die ganzen Experten (sowohl Prof. als auch andere) nicht mehr weiter wissen.

Am besten zeigt sich das bei Maischberger: während im Prinzip alle Gäste Sandra Wagenknecht (DIE LINKE) zustimmen, ist es einzig der CDU-Futzi, der die Griechenrettung und Bankenrettung für alternativlos hält. Alle anderen Experten in der Runde sagen, es kann und wird auch SO nicht mehr weitergehen.

Entweder Griechenland führt die Drachme wieder ein oder es gibt einen Süd und Nordeuro. Was anderes gibt es nicht an Lösung! EIne Umschuldung ist sowieso schon beschlossene Sache - ich denke zuerst wird man das Modell mit dem Nordeuro versuchen, ehe auch das scheitert und wir alle zu unseren eigenen Währungen zurückkehren. Und warts mal ab was für lustige Namen man sich für die ganzen Sachen ausdenken wird - bestimmt sowas wie "standard-euro" als nordeuro und "progressionseuro" für den südraum.

Auf jeden Fall wird wohl Griechenland noch dieses Jahr dran glauben und sich aus dem altbekannten Eurosystem verabschieden (müssen). Und wer (außer uns Bloggern^^) hätte DAS noch vor einem Jahr gedacht? So gehts auch hier bald ab bei uns, wartets nur ab...

UPDATE
Denkt dran: es ist nur halb so polemisch gemeint wie verfasst ;)
Noch lebt Griechenland (Sept. 2012), aber wir sehen alle die Abwärtsspirale - niemals wird sich Griechenland in der Eurozone halten können, niemals. Die Nord-süd_euro Debatte dagegen scheint seit einem Jahr uninteressant und weniger eine Option zu sein - man wird wohl zunächst  die schwachsen nach ein ander raushauen aus der Zone (Greece, Spain, ...).

Sonntag, 27. März 2011

Scheiß Öko-Nazis

Ja Du, genau Du Grüner (Wähler) bist gemeint! Doch bevor dein Nazimeter hochhaushoch ausschlägt, möchte ich von vornherein auf die Überspitzung hinweisen..

Die Grünen sind der eindeutige Wahlsieger des Abends, wir werden wohl den ersten grünen MP der BRD in BW begrüßen. Die Linke zieht enttäuschend in keinen der beiden Landtage ein.

Und dennoch: wie beschränkt kann man sein und seine Stimme den Grünen geben? Sie hatten eventuell (!) zu Beginn ihrer Ära revolutionären Charakter, doch spätestens seit Schröder reihen sich die Grünen als bloße weitere kapitalistische Mitläuferpartei zu den anderen Konsorten um CDU/CSU, FDP und SPD. Sie hatten 1998 die einmalige Chance, ihren theoretischen Idealen praktischen Nutzen zu verleihen und scheiterten kläglich! Abgesehen von der verkorksten Verschleppung des Atom-Ausstiegs offenbart sich ihr pharisäischer Charakter im Umgang mit einer der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit: dem Hanf.
Gab es im Zuge der Neunziger Jahre hinreichenden Grund zur Annahme einer baldigen Liberalisierung des Cannabisumgangs, insbesondere durch den zu erwartenden Wahlerfolg der Grünen 1998, so manifestiert sich die wahre grüne Persönlichkeit in der folgenden, repressiven Drogenpolitik, die ihren Höhepunkt im Verbot der bis dato legalen Hanfsamen findet.

Es stellt sich also schnell heraus, dass die Grünen keine Alternative zum gegenwärtigen System aufzubieten haben, ja nicht einmal "die Systemfrage" stellen! Einzig die Partei DIE LINKE ist eine wählbare Alternative, auch wenn es hier nicht weniger viel zu kritisieren gibt, so sind sie doch mit Abstand das kleinste Übel. Als könne auch nur ein Umwelt- oder Klimaproblem im Kapitalismus gelöst werden...

(x) DIE LINKE

Never forget:
PS: schlimmer als das Wahlergebnis ist nur das ekelhafte Geschwätz vom Friedmann auf NTV

Update 22.50 Uhr
Ich empfehle die gerade bei der ARD laufende Talkrunde um Anne Will und der Auswertung des Wahlabends.